Superb! Albanientour 2024

Freitag 17. Mai und Samstag 18. Mai: Tag eins + zwei

Servus liebe Töffler, Nun sind wir also unterwegs. Eine kleine Schar gefüttert mit Neugier und einer rechten Portion Abenteuerlust. Und eben diese wird beim Autoreisezug über Nacht, von Feldkirch bis nach Graz grad arg gefordert. Liebe ÖBB, Wenn ihr uns Gästen eine umfangreiche Frühstückskarte unter die Nasen haltet und so richtig Vorfreude aufs Zmorge weckt, dann geht kein Kaffee und kein Tee wirklich üüüüberhaupt nicht! Joghurt war auch aus und unsere Reiselaune rutschte in den Keller. Bitte druckt weniger Hochglanzprospekte und schaut, dass eure Gäste auch wirklich Gäste sind. In Graz haben wir rasch entladen und wieder gestaunt, wie zügig und kompetent das Verladepersonal arbeitet. Aufsteigen, Knöpfli drücken und los geht’s. Nicht für lange, weil der Koffeinspiegel geflutet werden musste. Kurz an der Tanke eine Pause einlegen, Proviant einkaufen und genüsslich am Kaffeebecher schnuppern. Himmlisch. Wieder rauf aufs Ross und durch den Steirer Süden kurven. Fast kommt es mir vor, als das Piemont dafür Pate steht. Kurven in allen verfügbaren Varianten. Rauf und runter, links und rechts, durch Täler und auf Kreten. Und das Schöne daran? In Slowenien hört das nicht auf. Endlos hin und her kurven. Schlangen ausweichen, Hühner pflücken, Hasen jagen und Rehe beobachten. Töfffahren in Slowenien ist sehr vielseitig. Ich freue mich schon auf die Superb! Slowenientour im Herbst. Der Grenzübertritt nach Kroatien, hatte mindestens im Ansatz etwas Offizielles. Brücke über einen Fluss und massive Grenzhäuser. Ganz anders der Übertritt von A nach SLO. Eine heruntergekommene Baracke, in der ein Polizist müde die Hand hebt. Sichtlich erleichtert, dass seine Arbeit heute zumindest ein wenig Sinn macht. Auch Kroatien verwöhnt uns satt mit Kurven. Die werden rascher, je näher wir den Plitvicer Seen und Wasserfällen kommen. Auch der Verkehr wird dichter und hektischer. Wir lassen uns davon nicht hetzen und gucken, ob wir von der Strasse aus, schon blaugrünes Wasser entdecken können. Fast unmöglich! Also planen wir einen Besuch in diesem Touristenmagnet und Unesco Weltkulturerbe. Doch davon morgen mehr. Heute essen wir nur noch auswärts, schlüpfen in ein weiches Bett und lassen uns durch die Nacht in den neuen Tag begleiten. Guet Nacht.

 


Sonntag 19. Mai: Tag drei

Geschlafen wie ein Stein! Es erwartet uns ein reiches Zmorgebuffet und strahlender Sonnenschein. Kaum zu glauben, dass zwei junge Töffler aus Österreich einen regnerischen Nachmittag orakeln. Tatsächlich schieben sich am späteren Vormittag einige graue Wolken zusammen und vernebeln der Sonne eine strahlende Zukunft. wir besuchen die Plitvicer Seen und die lustig sprudelnden Fälle dazu. Kurz nach Mittag sitzen wir wieder auf unseren Öfen und fressen ordentlich Kilometer auf dem raschen Weg an die Adria. Einmal die Bikes tanken, ein andermal die Besatzung derjenigen und so schlängeln wir uns durchs kroatische Hinterland Richtung Split. Kurz vor der geschichtsträchtigen Stadt verdichtet sich der Verkehr und endet in einem grandiosen Stau. Das mögen wir einfach nicht und fliehen wieder auf stillere Strassen. In einer felsengesäumten Krinne, leuchtet der Ginster um die Wette mit der spärlichen Vegetation und gewinnt mit Leichtigkeit. Nun gewinnen wir wieder etwas an Höhe und sind froh, dass wir dem Schwellengeholper durch die letzten Kilometer leise Servus singen können. Wir erobern unsere Unterkunft in Omis durch einen Felsentunnel und begehren Einlass mit dem vehementen Hinweis, dass wir auch Hunger haben. Den stillen wir majestätisch, bevor wir uns wieder, zu unserer verdienten Nachtruhe, in unsere Gemächer zurückziehen. Ach, und hat es den nun geregnet? Ach wo. Unmotiviert getröpfelt hat es und das während zusammengezählten zehn Minuten ungefähr.  Guet Nacht.

 


Montag 20. Mai: Tag vier

Zmörgelen auf der Terrasse hoch über den Dächern von Omis. Dazu glitzerndes Meer, warme Sonne und Zeit um von all den Köstlichkeiten zu Kosten. So beginnt ein weiterer Tag auf der Superb! Albanientour. Fast himmlisch. Das Beste kommt noch. Wir sind mit dem Töff hier. Wichtig deshalb, weil uns etliche Kilometer der Jadranska Magistrale verwöhnen wollen. Hinauf und zwischen engen Felsentoren hindurch, dann wieder nahe am azurblauen Wasserreiten wir unsere Töffs von Kurve zu Kurve. Manchmal überholen wir zügig Wohnmobile und ihre Besatzungen, die betört und bestimmt berauscht durch die Schönheit der Küstenstrasse schaukeln und oft nur mit halber Kraft schippern. Ein paar Male überholen uns auch Töffs mit einheimischer Nummer, die sich keinen Deut um Sicherheitslinien und Tempolimiten scheren. Egal, wir fahren, gutbürgerlich vor Dubrovnik, dem früheren Ragusa auf eine neue Brücke, mit gewaltigen Pylonen und Abspannkabeln und lassen uns während der Überfahrt durch die kühle Frische den feuchten Mief aus den Töffklamotten blasen. Die neue Route führt auf eine kroatische Insel, um die zwei Grenzübergänge nach Bosnien und Herzegowina herum und zurück nach Kroatien. Trotzdem getaltet sich die Landschaft sehr abwechslungsreich. Uns gefällts. Ein kurzer Blick aufs Navi verrät mir, dass die nächste Albanientour wohl auch auf der Insel ins stille Hinterland führen kann. Mal gucken. Kurz vor Dubrovnik setzen wir nochmals auf einer Hängebrücke über und schauen rechts davon auf eine schwimmende Stadt, gemacht für Kreuzfahrten und gemütliche Urlaube an Bord, mit allen Annehmlichkeiten die man (und Frau wohl auch) wünschen kann. Aber mit Töfffahren kann man das wirklich nicht vergleichen. Wir schwitzen uns bis zum nächsten Parkplatz und knipsen Bilder der Altstadt von Dubrovnik, nur um kurz danach an der Grenze zu Montenegro, über den fehlenden Schwung der Beamten zu staunen. Unserer hat sogar, etwas widerwillig zwar, doch tatsächlich sein Smartphon zur Seite gelegt und Pässe gestempelt. Bravo! In Montenegro füllen wir unsere Benzinreservoirs randvoll. Morgen werden wir nicht viele Möglichkeiten auffinden, um Benzin nachzuschütten. Uns schluckt die Fähre und blubbert und stinkt uns übers Wasser in die Nähe von Kotor. Nur noch ein schmales Strässchen, entlang am Wasser und durch pittoreske Dörflein, trennt uns von der heutigen Unterkunft. Während den wenigen Kilometer dreht sich ein Oceanriese fast auf dem Teller und verlässt die Bucht von Kotor gemächlich, um seine Fracht an neugierigen Menschen an einem anderen Ort auszuspucken. Wir geniessen eine frische Dusche, ein kühles Bier und ein köstliches Znacht. Es lässt sich satt und zufrieden einfach besser ins Bett hüpfen und schlafen. Guet Nacht.

 


Dienstag 21. Mai: Tag fünf

Nach dem Zmorge mit Blick auf die Bucht von Kotor wollten wir zeitig auf dem Töff die Serpentinen nach Cetinje erfahren. Wollten eigentlich, aber ausgerechnet der Tourguide hat sich verschlafen, der Trottel. Erstaunlich wenige Autos und überhaupt kein Bus standen unserer raschen Auffahrt im Weg. Ausnahmslos alle Autos liessen uns ohne Groll passieren. Wir haben freundlich gewunken und sind ums nächste Eck gewieselt. Ein paar Fotos wollen geknipst sein und so sitzen wir ein paar Stopps weiter, schon auf der Restaurantterrasse und bestellen Kaffee. Es ist nämlich erfrischend kühl hier oben. Gibt es nicht, erklärt uns der junge Ober bescheiden. Ein technisches Problem, das bald behoben sein soll, macht warme Getränke unmöglich. Nun ja, trinken wir halt was anderes und wärmen uns dafür an der grandiosen Aussicht. Kurze Zeit später brausen wir über eine Hochebene und zirkeln uns auf schnellen Kurven noch etwas in die Höhe. Monte Negro, die schwarzen Berge, ist sanft untertrieben. Da strahlt totes Gestein in lebendigem Rot, strahlendem Weiss und bedrohlichem Schwarz. Und das in allen möglichen Formen. Fantasievolle massige Skulpturen, wie vom Schöpfer hingegossen und in seinen jüngeren Jahren, so scheint es, kunstvoll aufeinandergetürmt wie farbige Bauklötze. Auf der schnellen Strasse nach Podgorica spulen wir schnell Kilometer. Verlassen diese aber kurz darauf und schlängeln uns durch üppige Vegetation wieder in die Tiefe. Das montenegrinische Hinterland bietet zahllose spektakuläre Aussichten. Den Knipser zu verstauen fällt echt schwer. Wir erliegen den Verlockungen eines Restaurants, ruhen aus, füllen die Bäuche und sitzen leicht anders als sonst. Das alles tat so gut, dass wir die letzte Etappe wieder frisch und voller gespannter Erwartungen befahren wollen. Es holpert aber ganz tüchtig und so schalten wir beim nächsten Stopp an der Tanke gleich noch eine Pause ein. Während wir an unseren Gläsern nippen, nähert sich schüchtern ein junger Mitarbeiter der Tankstelle und schruppt mit einem feuchten Tuch unsere Töffs rein. Unaufgefordert! Einfach weil er Freude hat. Nochmals, vielen Dank Alban. Apropos, bei einem Kaffeehalt, da gabs sogar heissen Kaffee, haben wir noch Güetzi gekauft, ein paar verputzt und den Rest unter den anderen Gästen verteilt. Als wir zahlen wollten, hat ein junges Pärchen unsere Runde schon übernommen. Uns wildfremden Töfflern. Schon einzigartig, nicht wahr? Aber auch einzigartig schön. Nun sind wir in Albanien und Julian übernimmt den Lead. Darauf freuen wir uns sehr Aber zwischen heute Abend und Morgen liegt halt nun noch ein Guet Nacht.

 


Mittwoch 22. Mai: Tag sechs
Sollte man für diesen Tag einen Namen kreieren müssen, wäre «Extrem» wohl passend. In der Millionenmetropole Tirana schwitzen wir bei 29°. Kurz vor Mittag nach unserem Besuch in Kruja und dessen alter Festung sind es in luftiger Höhe knapp 16° und ein paar haben sich überlegt schon wieder das Thermofutter einzuzippen. Stille und Natur mit einer unvergesslichen Aussicht wechseln zu Hektik, Tempo und Überleben im Vordringen von Tiranas Zentrum. Um alle zu Hause ruhig schlafen zu lassen, wir leben noch. Und was gabs denn eigentlich dazwischen? Beginnen tun wir genüsslich mit einem üppigen Zmorge. Fahren in einem weiten Tal nach Süden und lernen die Besonderheiten auf und neben den Strassen Albaniens kennen. Auf sind die Autofahrer meist sehr töfffreundlich unterwegs und machen oft Platz. Neben liegen viele Tiere und verlassen das Diesseits vermodernd und süsslich riechend. Einzelheiten erspare ich euch, weil nicht sehr appetitlich. Der Basar in Kruja, eingebettet in ein mittelalterliches Ensemble, lädt Souvenierjäger ein, sich zwischen Tand aus China und Handwerk aus der Umgebung zu entscheiden. Die Wahl fällt vielen nicht immer leicht. Später erklimmen wir den Gipfel und sind so dankbar über die gut ausgebaute Strasse mit vielen raschen Kurven in verschiedenen Kombinationen. Kruja selbst, hat uns mit seinen Schwellen aufs Ärgste genervt. Julian erklärt aber, dass wenn diese Dinger nicht die albanischen Strassen schmücken würden, es eine wüste Raserei gäbe. Das wollen wir natürlich auch nicht. Zumal wir kurz vorher Zeuge einer solch rücksichtslosen Fahrerei wurden. So ein Depp war das! Wir nähern uns also Tirana. Zuerst noch rasch und voller Neugier. Dann etwas weniger schnell und hochkonzentriert. Wir wechseln von rechts nach links und wieder zurück und hangeln uns zackig zum nächsten freien Plätzchen vor uns. Das wollen andere aber auch erobern oder gar nicht erst hergeben. Abenteuer pur! Mit Julian, unserem Guide, lernen wir haarsträubende Fahrmanöver, die uns in der Schweiz, viel Geld gekostet hätten und wahrscheinlich auch einen Umzug in ein Privatzimmer einer staatlichen Institution. Das Hauptthema beim Znacht war gesetzt! Schade eigentlich, denn die Landschaften Albaniens und die Gastfreundschaft der Einwohner sind und bleiben einzigartig. Viele Menschen die lachend und mit leuchtenden Augen am Strassenrand stehen und uns zuwinken. Wo gibt’s das den sonst noch. Vielleicht weiterhin in Albanien. Einfach nur Morgen. Guet Nacht.

 


Donnerstag 23. Mai: Tag sieben

Das Frühstück heute Morgen diente der Stärkung. Körperlich und mental. Juli unser Guide hat uns nämlich beschieden für raus aus Tirana die gleiche Strecke gewählt zu haben wie gestern Abend. Und siehe da, kein Verkehr alles gelang reibungslos. Ein Militärmuseum sorgte für etwas Zerstreuung, um kurz danach einer Strasse zu folgen die sich immer höher wand und uns auf eine Krete entliess, die auf beiden Seiten einen atemberaubenden Ausblick bot. Seid ihr auf einer Hauptstrasse schon Schildkröten begegnet? Wir schon und das in echt! Ein eigenartiges Erlebnis. In Belsh, der albanischen Toskana, pausieren wir kurz und kraftvoll die Ruine von der Berat Burg zu erforschen. Sonne und Hitze zwangen uns das interessante Artefakt nicht bummelnd zu begutachten, damit wir Zeit gewinnen uns im Schatten verwöhnen zu lassen. Lecker wars. Etwas später zeigte sich uns dann etwas sonderbares. Wir haben gewusst, dass es sie gibt. Haben sie aber seit längerem nicht mehr beobachtet und zweifelten langsam an ihrer Existenz. Wir staunten offene Münder als sich vor uns wieder Eine zeigte. Eine lange, flache und gerade Strasse. Aha, so fühlt sich das also an. Man kann, und das erfuhren wir tatsächlich, rasch Kilometer sammeln. Aber sonst sind sie so richtig langweilig. Also essen wir zur Auflockerung ein Eis an einer Tanke und halten uns so bei Laune. Dann fahren wir auf schnellen Strassen, die sich wie liebestrunken an die Bergflanke schmiegen, hoch über dem Badeort Vlora, einen grossen Bogen und finden mit nur einmal verfahren unser Hotel. Ganz Mutige in unserer Gruppe schälen sich ins Badezeug und schwimmen ein paar erfrischende Züge.Nach dem Nachtessen wird schnell klar, dass heute der Vollmond strahlt. Wer ihn den spät in der Nacht fotografischen festhalten soll? Ich sicher nicht denn bei mir gilt, Guet Nacht.

 


Freitag 24. Mai: Tag acht

In Vlora wird gebaut. Und das recht intensiv. Am Morgen früh zwitscherten die Vögel um die Wette und später kam ein rhythmisches Klopfen dazu. Vielleicht ein Specht, schickte mein verschlafenes Gehirn in die Gedankengänge. Nein eben nicht. Da wird auf Baustellen um die Wette gehämmert, geklopft und gezimmert. Also raus aus den Federn, rüber zum Frühstück und danach die Suzi beladen. Ab geht’s. In einer gröberen Ortschaft direkt am Meer, wollten wir unsere Hintern entspannen und flüssiges in die Speiseröhre kippen. Wollten. Es gab aber kein Hineinkommen in die Ortschaft. Polizei verwehrte uns an beiden Dorfeingängen freundlich, aber bestimmt die Einfahrt. Herr Margarine, Edi Rama, der Präsident weilt zu einem wichtigen Date im Ort. Deshalb bewacht und abgesperrt. Schon gestern hat uns das ganze Ensemble gestört. Mit Blaulicht und grosser Polizeieskorte zum Znacht. Echt surreal. Wir fahren also weiter, um den Kaffeehalt an einem anderen Ort zu geniessen. Es hat viele Vorteile einen ortsansässigen Guide mit sprudelndem Ideenpool zu haben. Plan B war schnell gezeichnet. Weiter auf der kurvigen Küstenstrasse die uns Felsen in so leuchtend roten Farben kredenzte, dass der Bryce-Canyon in US, vor Neid weiss erblassen würde. Eine idyllische Bucht mit glasklarem Wasser lud die Einen zum erfrischenden Bad, die Anderen zu Getränken im Schatten. Etwas später, nur eine Handvoll Kilometer weiter besuchen wir einen Wasserfall mit Restaurant. Oder ein Restaurant mit Wasserfall. Ein einzigartiger Platz und ein ebensolches Erlebnis. Jetzt aber weiter den Logarapass überquert und an einem Panoramapunkt fleissig Fotos sammeln. Dann vorsichtig rauf zur Burg von Saranda. Von dort sieht man Korfu, azurblaues Meer und das wuchernde Saranda, deren Baustellen man bis in die Stille des Aussichtspunktes hört. Man entdeckt den Tourismus. So richtig spektakulär wird es beim blauen Auge. Einer Quelle, die pro Sekunde so viel Wasser aus dem Boden drückt, dass danach ein Fluss zu Tale fliesst. Blue Eye ist noch weitgehend unerforscht, weil die Quelle jeden Eindringling unerbittlich wieder an die Oberfläche presst. Spannend, dass der Postkartenverkäufer, eben dort, unserer Margret geduldig zu erklären versucht, wo die Marke hinkommt, die Adresse und der Text. Margret ist zwar die Jüngste in unserer Gruppe, aber mit so um die fünfzig, weiss sie selbst wie es geht. Ahja Margret. Zeit uns kurz vorzustellen. René, Stefanie, Margret und ich, aus der Schweiz und Juli unser Albaner in der Gruppe, sind bis jetzt einhellig begeistert von dem bezaubernden Land und der freundlichen Menschen darin. Nach Blue Eye, kurven wir durchs Landesinnere und staunen über die verschiedenen Landstriche, bis nach Girokaster ein interessantes Städtchen mit einem pittoresken, alten Kern. Besuchen nach dem Einchecken und einer Dusche, den Basar oben am Berg und Speisen bei Livemusik wie Gott in Frankreich. Himmlisch. Jetzt aber ab ins Bett. Weil morn mües, gäääähhhn, wider töfffaahhre. Guet Nacht.

 


Samstag 25. Mai: Tag neun

Beim Zmorge erklärt uns Juli unseren Tag. Wir kauen auf Toast, beissen in Schoggigipfeli und lauschen mit grossen Augen. Aus Girokaster raus, dann abbiegen in bergiges Gebiet nahe, sehr nahe an der griechischen Grenze und lange einem Fluss folgend. Und da diese eigentlich nie den direkten Weg nehmen, schlängelt sich die schmale Strasse analog dem Flussbeet. Die Augen auf der Strasse, weil dies nun mal auf kurvigen Strecken notwendig ist, streifen sie doch ab und an in die albanische Bergwelt. Sie begleitet uns schon länger und beherbergt ganz oben noch Schnee, der sich verzweifelt an die Hänge krallt, um der Wärme trotzen zu wollen. Wir suchen Wärme und machen Halt an einer Thermalquelle die nach Schwefel riecht (unangenehm) und einladend warm ist (sehr angenehm). Wir verweilen ein wenig und lassen uns gemütlich treiben. Nicht allzulange. Den wir fahren weiter nach Farma Sotira. Das alte holprige Strässchen ist verschwunden und ein breiteres schwarzes Teerband leitet uns in die Höhe. Es wird wieder merklich kühler und beginnt ab und an zu tröpfeln. Ganz oben parkt ein LKW quer auf der Fahrbahn. Autos stauen sich davor und warten geduldig bis der Belag Einbau weiter unten abgeschlossen ist. Wir Töffler aber nicht. Langsam zirkeln wir uns am Strassenrand an den Lastwagen und Arbeitern vorbei und haben bald freie Bahn und können kräftig am Quirl drehen weil alle andern ja noch oben warten müssen. Farma Sotira ist ein Agritourismuskomplex mit Forellenzucht. Und auf genau solche haben wir Lust. Rund um uns Wasser, auch von oben, leider. Aber beim leckeren Essen stört das üüüüberhaupt nicht. Wir schälen uns etwas später in die Gummihäute weil der Regen zwar nachgelassen hat, aber nicht aufgibt. So tasten wir uns vorsichtiger auf nassen Strassen nach Korca. Kaum haben wir unser Reitgerät vor unserer Unterkunft auf die Ständer gelehnt, schüttet es wie aus Kübeln. Uns ist das herzlich Wurst. Trocken in der Unterkunft, heisst feuchtes Nachtleben. Und in das stürzen wir uns ganz seriös. Echt! Guet Nacht.

 


Sonntag 26. Mai: Tag zehn

Der heutige Tag verwöhnte uns mit einer Vielzahl von Dingen die geplant, aber auch unerwartet auftauchten. Wir stärkten uns am Zmorgetisch mit all den Köstlichkeiten, die uns gereicht wurden und wussten bald, Hungergefühl wird bis weit in den Nachmittag nicht mehr anwesend sein. Kurz nach Korca, haben wir eine rasche Strasse zackig verlassen und uns mit zahllosen Kurven auf den vor uns liegenden Tag einstimmen können. Sattes Grün begleitet uns bis in kühle Höhen. Überhaupt zeigt sich Albanien im Mai sehr frisch und saftig. Sogar bei recht brüchigem Asphalt wird nicht alles gleich mit Bitumen zugekleistert, sondern man lässt Rasen spriessen. Und sogar schwere BMW’s scheinen mit Kohle befeuert und mit Dampf betrieben, so wie die qualmen, muss das wohl so sein. Und alle Fahrzeuge werden bis zum gehtnichmehr bewegt. Da gibt es alte Benzen die wohl unseren Veteraneneintrag doppelt verdient hätten. Die sich mit letzter Kraft schleppend und keuchend den Hoger hinaufquälen. Immer in der Erwartung, dass ihr arbeitsreiches Leben demnächst mit einem unreparierbaren Motorschaden beendet sein darf. Eine Auswahl der Strassen, die sie so gefordert haben, konnten wir auch erfahren. Von frisch geebneten und geteerten Verkehrswegen bis zu holprigen Schotterpisten war alles dabei. Nur gestaubt hat es nicht, weil es kurz zuvor oder gerade jetzt geregnet hat. Der Ohridsee begleitet uns freundlich bis nach Ohrid. Kaffeehalt mit kurzem Schwatz mit anderen Bikern. Das ist immer sehr lustig und schön. Nach dem Kaffee hüpfen die ganz Mutigen in ein Semi-Uboot, Staunen über die Welt unterhalb des Wasserspiegels und sind froh nach vierzig spannenden Minuten wieder festen Boden unter den Füssen zu spüren. Mittlerweile sind wir in Nordmazedonien. Kurven uns aber fleissig zur Grenze nach Albanien, die bald gequert wird. Der Weg nach Peshkopie ist holprig wie zuvor. Unmöglich rasch vorwärtszukommen, zumal es nun auch noch regnet. Nicht stark aber immerhin. So richtig sauen tut es als die Töffs auf dem Ständer stehen und alle gewusst haben welches Zimmer das ihrige sein wird. Dan fahren wir mit Taxi zum Tarzan von Albanien zum Nachtessen. Eine äusserst spannende Person. Sie tummelt sich bei Schnee und Eis am liebsten im Eiswasser und Pulverschnee. Halbnackt! Ich hatte schon Gänsehaut bei den Fotos die uns Isert auf dem Händy gezeigt hat. Da freue ich mich doch auf mein warmes, trockenes Bett. Guet Nacht.

 


Montag 27. Mai: Tag elf

Ach du liebes Bisschen! Es gibt wohl kaum was blöderes als am Morgen aus einem warmen Bett aufzustehen, aus dem Fenster zu blicken und einen trüben, nassen Tag begrüssen zu müssen. E nu,so de, ab zum Zmorge. Bei Kaffee und allerlei gemüsigem, süssem und salzigem kann das frische Brot nach jedem Gusto belegt werden. Zum Abschluss noch geflakter Mais und der Morgen ist nahe der Perfektion. Ein Blick aus dem Fenster und das Herz wird leicht. Die Sonne lugt noch scheu hinter den grauen Wolken hervor gewinnt an Dominanz und bald sind die Strassen trocken. Gut so! Peshkopi verlassen wir auf teils guten und raschen Strassen. Zwischendurch zeigt sich eine rauhe Strecke ohne Asphalt oder zerlöchert wie ein Emmentaler. Wurst, denn die Schönheit von Albaniens Alpen betört in jeglicher Art. Dann sind, Richtung Puka wieder Kurven aneinandergereiht, wie Perlen auf einer Kette. Vorbei an einer Fabrik das Mineralwasser aus den Bergen pumpt und fleissig in Flaschen füllt. Da fahren ab und zu bestimmt LKWs vor, die beladen werden. Der Verkehr, der uns entgegenkommt oder mit uns die Richtung teilt, ist sehr überschaubar. Uns soll es recht sein. Dann bleiben mehr Zeit und Raum, um die wilde Bergwelt zu geniessen. René steigt nach dem Kurvenstakkato vom Töff und meint verschmitzt, dass es jetzt dann aber genug sei. Das Ewige hin und her gehe ihm langsam gegen den Geist. In allen Varianten schunkeln wir uns durch die Vielfalt an Richtungsänderungen wie Besucher auf der Wiesn beim Oktoberfest. Rauf und runter, links und rechts, auf und nieder, bis der Kopf ganz wirr wird, aber nicht der vielen Mass wegen. Nun sitzen wir gemütlich am Holztisch und beraten wo und wann das Nachtessen auf uns zu warten hat. Juli fragt grad Herrn Google. Mal gucken, ob er was Tolles für uns findet. Findet er. Er ist halt schon ein toller Hecht. Grundsätzlich isst man in Albanien gut. Aber das Nachtmal dass heute auf unseren Tisch gestellt wird ist obenuse. Wir schlemmen uns die Bäuche voll und sind froh können wir noch ein paar Schritte gehen, bevor wir ins Bett plumpsen. Bei unserem Hotel habe ich eine leise Vermutung, die Juli später auch bestätigt. Wir nächtigen in einem Bau aus der Zeit Enver Hoxa’s. Nicht dass das schlecht wäre. Einfach anders und für uns Schweizer sehr spannend, in vielerlei Hinsicht. So, nun aber ins Bett. Guet Nacht.

 


Dienstag 28. Mai: Tag zwölf

Wir fahren diese Tour nicht auf dem Komanstausee. Julian hat uns eine Alternative angeboten, der ich nicht widersprechen konnte. Nach dem Frühstück verlassen wir Puka und orientieren uns an den Wegweisern nach Shkodra. Was für eine exzellente Wahl. Schon nach kurzer Zeit geraten wir in eine Kurvenorgie, die uns in die abgelegene Natur in Albaniens Bergwelt führt. Während Julian mit seiner Crew einen wilden Kirschbaum plündert, können sich andere kaum satt sehen an der bunten Palette von Sehenswürdigkeiten, die aus der Ideenkiste eines genialen Schöpfers gehüpft sind. Und es kommt noch besser. Auf Nebenstrassen umfahren wir gekonnt Shkodra und folgen der Strasse Richtung Vermosh stetig in die Höhe. Und dann stehen wir an einem Aussichtspunkt, der nicht einfach ein Wow wert ist. Sondern vielmehr ein Wwwwooooowww! Wir gucken am Rand eines Felsenkessels in die Tiefe. Freuen uns auf die Strasse, der wir noch folgen dürfen und staunen über die atemberaubende Architektur der Natur. Berge, die mal kahl und majestätisch, seit langer Zeit ihren Platz nicht hergegeben haben. Und das bestimmt in der Zukunft auch nicht zu tun gedenken. Andere schmücken sich mit üppiger Vegetation, bis knapp unter den Gipfel. Kurz darauf schlängeln wir uns zur montenegrinischen Grenze und werden so rasch als für würdig empfunden ins Land reisen zu dürfen, wie noch nie auf unserer Tour. Ein Felsenkloster lockt mit seiner Lage und der Bauweise. Die Zufahrt erinnert an die Kiental-Postautostrecke. Auf einer Panoramastrecke verlieren wir zügig an Höhe und können uns schon wieder auf einen Grenzübergang einstimmen. Diesmal von MNE nach BIH. Da spulen wir dann noch rasche ein paar Kilometer mehr auf unsere Zähler. Bald ist unsere Unterkunft erreicht und alle machen sich auf die Suche nach dem Zimmer, dass für die Nacht ihren müden Körper beherbergt. Dann geht alles recht zackig. Duschen Umziehen und zum Znacht treffen. Guet Nacht.

 


Mittwoch 29. Mai: Tag dreizehn

Heute gibt es was zu arbeiten. Knapp etwas über dreihundert Kilometer wollen aufgerollt werden. Und das alles ohne Julian, von dem wir uns heute verabschieden müssen. Er kehrt nach Hause zu seiner Familie in Tirana. Beim Zmorge lassen alles nochmals kurz Revue passieren. Vieles zaubert uns ein lächeln ins Gesicht. Genau! Wir schütten Kaffee oder Tee in uns hinein und kauen verträumt auf Omletts oder Brot. Dann zückt Julian zum Abschied sein Handy und hat den Beweis geschaffen, dass wir Vier nun tatsächlich ohne ihn unterwegs sind. Die Strassen strecken sich und werden flacher. So zählt das Navi fleissig runter. Landschaftlich verändert sich nur wenig. Auch als wir BIH hinter uns lassen, begleitet uns eine karge buschreiche Vegetation. Verschieden grosse Kalkfelsen, locker aufgestellt wie zu einem Eile mit Weile Spiel, sorgen für spärliche Abwechslung. Wir klettern auf einem vergessenen Strässchen einen einsamen Pass und sehen weit in die Ferne. Die grauen Wolken am Horizont verheissen nicht wirklich Gutes für uns wetterverwöhnte Töffler Ein paar dutzend Kilometer vor unserem Tagesziel, beginnt es zu giessen. Wir stellen uns in einem Buswartehäuschen, weit in der Panpa, unter und geben wohl ein lustiges Bild ab. Nicht allzu lange, Gott sei es gedankt und es klart wieder auf. Dann nehmen wir den Rest auch noch. So war das Denken in unseren Köpfen. Der Fahrtwind bläst kräftig durch jedes Töffgewand. Und wirklich waren unsere Klamotten schon fast wieder trocken. Als sich der Himmel erneut auftat und diesmal kein Erbarmen kannte. Klitschnass standen wir an der Rezeption unsere Unterkunft und wurden misstrauisch beäugt. Wir wollten aber nur raus aus dem nassen Zeug, unter der warmen Dusche entspannen, trockene Kleider auf der Haut spüren und runter zum Aperol Spritz. Denn wird hungrig und freudig getafelt und das pittoreske Städtchen Skradin entdeckt. Weiche Betten wiegen uns in sanfte Träume. Guet Nacht.

 


Donnerstag 30. Mai: Tag vierzehn

Kennt ihr die Szene von Lotr, als Frodo, Sam, Pippin und Merry vor dem Tor von Bree gestanden sind? Sie wollten ins Gasthaus zum tänzelnden Pony, um dort Gandalf zu treffen. Da hat es doch ordentlich geschüttet. Warum ich das erwähne? Nun ja, heute haben wir ähnliches erlebt. Aber spulen wir zum Beginn des heutigen Tages. Wie jeden Tag füllen wir unsere Bäuche mit vielerlei gesundem und weniger gesundem. Satt werden wir mit beidem. Dann betten wir unsere Hintern bequem auf die weichen Sättel, drücken aufs berühmte Knöpfchen und rollen auf die Strasse. Es sind einige Kilometer, die wir heute erfahren dürfen. Dürfen, weil wir nach dem Auftanken. Durch ein menschenleeres Gebiet cruisen. Erinnert irgendwie an eine Mondlandschaft. Mit Bäumen, ein paar knorrigen Sträuchern und ein paar leerstehenden Häusern, die gemächlich von der Natur überwachsen werden. Traurige Zeugen eines unsinnigen Krieges. Kühe suchen bei Regen in den Räumlichkeiten Schutz, oder wenn die Sonne heiss auf den Pelz scheint, etwas Schatten. Dann kurven wir uns von der Hochebene rasch in ein enges Tal. Überqueren einen malerischen Fluss der träge durch ein idyllisches Städtchen fliesst, Auf der anderen Seite steigen wir so steil in die Höhe, als wären wir in den Alpen. Kurz danach sind wir Gäste eines Punktes, an dem Winnetou auf einem schroffen Felsen hoch über dem blauen Fluss, den Bleichgesichtern ins Gewissen zu reden scheint. «Tragt Sorge zu unseren Jagdgründen liebe Brüder und Schwestern, sonst finden wir uns bald in den ewigen wieder.» Ein paar Kilometer später sind wir wieder an der Adria. Die Küstenstrasse zieht alle Register, um uns in einen Begeisterungstaumel zu stürzen. Kurven, Felsentore, Tunnels und eine toll ausgebaute Strasse lassen die Reifen ordentlich rauchen. Und das über viele lange Kilometer. Nach einem kurzen Mittagssalat am brandenden Meer, wenden wir uns weg von der Jadranska Magistrale und steigen recht schnell in erstaunlich kühlere Höhen. Beim Grenzübertritt von HR nach SLO beginnt es zaghaft und scheu zu tröpfeln. Als das Wetter gemerkt hat dass uns das die Laune nicht verderben mag, griff es zu härteren Mitteln. Eben zu einem ausgewachsenen Schnürlregen wie bei Frodo und seinen Freunden in Bree. Unsere Schutzkleidung hat dagegen tapfer angekämpft, aber nach einer gewissen Zeit aufgegeben und hoffnungslos die weisse Fahne gewunken. Wir sind in unserer Unterkunft klitschnass eingetroffen und haben versucht ncht alles unter Wasser zu setzen. Aus den Zimmern ertönte das Surren von Föhnen im Chor. Nach dem Znacht erwartete uns ein trockenes, warmes Bett. Was für eine Wohltat. Guet Nacht.

 


Freitag 31. Mai: Tag fünfzehn

Schwitzen werden wir heute nicht einen einzigen Meter lang. Die Kleider sind so in etwa bügelfeucht. Und dazu kommt, dass es Draussen weiterhin grau und verhangen ausschaut und recht motiviert regnet. Die Stimmung war auch schon besser. Das Frühstück hebt diese aber merklich. Vom Buffet suchen wir uns die feinsten Leckerbissen und spülen fleissig Kaffee nach. Als sich etwas später auch der Regen zu einer langen Pause entschliesst, ist wieder alles Paletti. Wir hüllen uns trotzdem in die Gummihäute. Dem ungeschriebenen Gesetz folgend, trägst du Regenkombi, dann regnets nicht. Verzichtest du darauf dann schüttet es wie zur Sintflut. Man glaubt es kaum, es blieb trocken bis nach Graz hinein. Und so kam im grünen Slowenien, in einigen Tälern mit raschen Kurven auch wieder Fahrfreude auf. Auf einer Baustelle, voll mit Glunggen und Matsch, bekamen unsere treuen Stahlrösser eine Patina, wie drei Monate Offroad in Sibirien. Es steht ihnen gar nicht mal so schlecht. Unsere Töffs waren auch die einzigen am Verladeterminal der ÖBB die so richtig nach Abenteuer ausgesehen haben. Ja, unser Erinnerungskistchen ist prall gefüllt mit Geschichten, Emotionen und Bildern. Wir haben arg abgekürzt von Ljubljana nach Graz, weil uns immer der Regen im Nacken sass. Also sind wir im Verhältnis früh eingetroffen und haben deshalb die freie Zeit zu einem Wiener mit Kartoffelsalat (So muss es eben sein!!) und einem echten Eiskaffee genutzt. Das kann und darf man nicht auslassen. Danach sind wir zum Bahnhof geschlendert, haben uns mit anderen Bikern unterhalten und sind nach dem Verlad der Töffs zu unseren Kabinen spaziert. Freudig und erwartungsvoll haben wir nachgefragt, wie es mit dem Kaffee am Morgen bestellt ist. Gibt es nicht, war die lapidare Antwort. Wir waren zwei Wochen unterwegs und die ÖBB hat während dieser Zeit nicht einen Finger krumm gemacht, dass wir bei wieder an einem heissen Kaffee zum Zmorge schlürfen dürfen. Im gleichen Wagen den wir schon auf der Hinfahrt bewohnt haben, notabene. Mist! Auch sonst hat unsere Kabine ein paar Mankos. Liebe ÖBB, euch ist in den Chefetagen schon bewusst, dass wir eure Gehälter zahlen? Dann bitte, tut auch was dafür. Ein paar sind noch schnell ins Mäc und haben sich einen Kaffee oder eine heisse Schokolade to go geholt. Langsam rollt der Zug aus dem Bahnhof in eine finstere, regnerische Nacht hinaus. Und wir träumen im trockenen Bett von Albanien. Guet Nacht.

 


Samstag 1 Juni: Tag sechszehn

Da gibt’s nicht viel zu schreiben. Zmorge so ohne heissen Kaffee, Tee oder gar Schokolade ist nun mal extrem suboptimal. Dann offenbart uns die Bergwelt rund um Feldkirch, dass sich der Winter noch nicht verabschieden will. Denn es weihnachtet schon sehr mit den weissen Kappen auf den Gipfeln. Regnen tuts auch noch. Also entladen, Regenkleider montieren und ab auf die Autobahn nach Hause. Es ist auch durchs Regenkombi erfrischend kühl hier in der Schweiz. Wissend, dass zu Hause eine heisse Dusche wartet, die bequeme Schlabberhose und ein warmes Bett, nenn ich Komfort auf höchstem Niveau. Und schon bald wird auch hier ein müdes Guet Nacht ertönen. Superb! bedankt sich herzlich fürs Mitfahren in Gedanken oder durch den Blog oder tatsächlich, auf dem motorisierten Zweirad. Vielleicht hast Du Lust bekommen ebenfalls mit Superb! ein Abenteuer zu erfahren. Slowenien bietet sich im Spätherbst noch an. Vielleicht noch Moldawien ab Mitte August. Aber da müssten wir uns schon am Telefon unterhalten, um den Treffpunkt planen zu können. Oder du wartest geduldig auf das Nachtreffen im Oktober und horchst in die Geschichten aus vergangenem und schärfst den Blick schon auf die Superbtouren von nächstem Jahr. Die Tagestouren könnten dich vielleicht auch begeistern. Da ist aber der Newsletter von Superb schon fast ein Muss. Bestellen kannst du ihn Bestens hinter diesem Link: https://www.reisenundsinn.ch/kontakt/newsletter-abonnieren/

 

Und wenn du noch nicht so weit sein solltest guck dich unverbindlich auf der Superbhomepage um und begleite uns durch Moldawien. Wir freuen uns. Superbe Grüsse aus Worb.

 


Infos zu den zukünftigen Superb Albanien Touren findest du hier.